Die Kosten des Nichthandelns

Jedes Jahr verursachen Brände auf dem Herd Schäden in Millionenhöhe – ganz zu schweigen von der emotionalen Belastung durch Verletzungen oder den Verlust des eigenen Zuhauses. Allein in Deutschland gilt:

  • Laut vfdb Brandschadenstatistik von 2020 entstehen 48 % aller Wohnungsbrände in der Küche.
  • Viele davon betreffen ältere Menschen oder betreute Wohnformen.
  • Die meisten sind durch frühzeitige Technologieeinsätze vermeidbar.

Versicherungen können Schadensfälle reduzieren. Feuerwehren können den Einsatz verhindern. Eigentümer/-innen können ihr Eigentum schützen. Architekt/-innen können Sicherheit direkt in die Planung integrieren.

Werden Sie Teil der Lösung

Interessierte Brandschutzbeauftragte und Feuerwehren informieren Senioren und Angehörige und empfehlen EN 50615-zertifizierte Herdwächter. Egal ob Sie eine Einrichtung planen, Kunden beraten oder auf Notfälle reagieren – Sie haben die Möglichkeit, die Brandschutzlandschaft entscheidend mitzugestalten.

  • Empfehlen Sie EN 50615-zertifizierte Herdwächter

  • Integrieren Sie diese in Brandschutzkonzepte

  • Sensibilisieren Sie Ihre Kunden und Partner

Je mehr wir aufklären, desto mehr Leben – und Wohnungen – können wir gemeinsam schützen.

Die Norm EN 50615

Eine kurze Online-Suche zeigt zahlreiche Produkte, die sich als Herdwächter oder ähnlich bezeichnen. Doch nicht alle sind wirklich zuverlässig. Manche sind lediglich einfache Timer oder Warnmelder. Wie bei allen lebensrettenden Geräten ist eine hohe Zuverlässigkeit entscheidend. Aus diesem Grund wurde die europäische Norm EN 50615 eingeführt.

Herdwächter für Privathaushalte fallen in der Regel in Kategorie B dieser Norm. Um konform zu sein, muss ein Gerät:

  • in der Lage sein, den Herd automatisch vom Strom zu trennen, bevor ein Feuer entsteht

     

  • die Stromzufuhr unterbrechen, bevor eine kritische Temperatur erreicht wird

     

  • sicherstellen, dass es nicht zu früh abschaltet (Fehlalarm), um eine gute Nutzererfahrung zu gewährleisten

Tests und Zertifizierung

Zur Einhaltung der Norm EN 50615 müssen Herdwächter umfangreiche Prüfungen bestehen, um sicherzustellen, dass sie wirksam vor Bränden schützen, ohne unnötige Alarme auszulösen. Dazu zählen unter anderem:

  • Test zur Vermeidung von Fehlalarmen: Mehrere Töpfe werden erhitzt – einer mit wenig Öl, andere mit Wasser. Der Herd muss bei der Ölerhitzung zwischen 200 °C und 330 °C abgeschaltet werden – ohne beim normalen Kochen auszulösen.
  • Einzelplatten-Test: Ein Topf mit Öl wird auf eine Kochstelle gestellt, leere Töpfe auf die anderen. Die Stromzufuhr muss unterbrochen werden, bevor das Öl 330 °C erreicht, und es darf mindestens 10 Minuten lang nicht zur Selbstentzündung kommen.

Gusseisenpfannen-Test: Wie der Einzelplattentest, aber mit einer Gusseisenpfanne und wenig Öl. Die am schlechtesten abgeschnittene Kochstelle aus dem vorherigen Test wird verwendet.

Die Kosten eines Küchenbrands

Schon ein kleiner Brand kann massive Rauchschäden verursachen. Oft müssen Wände neu gestrichen und Möbel ersetzt werden. Größere Brände beeinträchtigen die Bausubstanz selbst. Die Kosten beginnen im mehrstelligen Tausenderbereich und können leicht auf über 50.000 € steigen. Herdwächter sind derzeit die einzige Technologie im Haushalt, die Brände aktiv verhindert – und somit hohe Folgekosten vermeidet.

Fördermöglichkeiten

Herdwächter mit EN 50615-Zertifizierung gelten als förderfähige Wohnumfeldverbesserung zur Erleichterung der häuslichen Pflege. Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad (1–5). Die Antragstellung erfolgt bei der zuständigen Krankenkasse. Es können bis zu 4.000 € Zuschuss gewährt werden.

Die Zukunft des seniorengerechten Wohnens

Mit einer älter werdenden Bevölkerung in Deutschland steigt auch der Bedarf an Wohnformen, die Sicherheit und Selbstständigkeit vereinen. Viele Konzepte setzen darauf, Senior/-innen ein Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen – kombiniert mit Gemeinschaftsangeboten im Haus.

Für Architekt/-innen ist es entscheidend, bei der Planung auf modernste Sicherheits- und Barrierefreiheitsstandards zu achten. Nur so können Angehörige sicher sein, dass ihre Liebsten bestmöglich betreut werden. Betreiber/-innen solcher Einrichtungen wiederum können hochwertige Lebensräume zu günstigen Betriebskosten anbieten.

Herdwächter gehören in jedes dieser Konzepte.