Brandschutz beginnt in der Küche

Moderne Häuser in Deutschland werden nach hohen Standards gebaut. Zwar besteht immer ein gewisses Risiko durch einen Kurzschluss oder ein defektes Gerät – doch die meisten Brände entstehen durch menschliches Fehlverhalten. Und meistens passiert das auf der Herdplatte. Neben dem vergessenen Topf oder der Pfanne auf dem Kochfeld können auch dort abgelegte Gegenstände bei eingeschalteter Platte ein Feuer auslösen. Wie dramatisch das enden kann, sehen Sie hier

Wo Wohnungsbrände entstehen

Flur Wohnzimmer Schlafzimmer Kinder-/Arbeits- zimmer Bad/WC Küche 39% 5% 7% 8% 9% 26% Flur Wohnzimmer Schlafzimmer Kinder-/Arbeits- zimmer Bad/WC Küche 39% 5% 7% 8% 9% 26% Flur Wohnzimmer Schlafzimmer Kinder-/Arbeits- zimmer Bad/WC Küche 39% 5% 7% 8% 9% 26%

Quelle: Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS). Laut vfdb-Brandschadenstatistik ereignen sich sogar 48% der Brände in Wohnungen und Wohnhäusern in der Küche.

Die meisten neuen Herde werden elektrisch betrieben – entweder mit Glaskeramik oder Gusseisen oder als moderne Induktionskochfelder. Diese gelten zwar sicherer als Gasherde, bringen jedoch eigene Risiken mit sich.

Elektroherde

Glaskeramik-Kochfelder sind besonders benutzerfreundlich – so sehr, dass man leicht vergisst, dass sie noch eingeschaltet sind. Die Oberfläche kann sich gefährlich erhitzen, ohne dass man es bemerkt. Nicht nur Öl in einer heißen Pfanne kann Feuer fangen – auch ein auf der Herdplatte liegendes Material, wie etwa eine Küchenrolle, kann sich leicht entzünden.

Induktionsherde

Induktionskochfelder haben den Vorteil, dass ihre Oberfläche nur in Verbindung mit magnetischem Kochgeschirr heiß wird und schnell abkühlt. Das macht sie sicherer als Elektroherde. Doch ihre extrem schnellen Aufheizzeiten – ideal fürs Kochen – können dazu führen, dass eine Pfanne innerhalb von Sekunden überhitzt. Auch hier besteht Brandgefahr.

Wie Herdwächter helfen

Im Prinzip ist die Technologie von Herdwächtern einfach: Ein intelligenter Sensor über dem Herd überwacht kontinuierlich die Herdfläche und passt sich Ihrem Kochverhalten an. Kommt es zu plötzlichen, ungewöhnlichen Temperaturveränderungen, ertönt zunächst ein Alarm. Bleibt eine Reaktion aus, wird der Herd automatisch abgeschaltet – meist noch bevor überhaupt ein Feuer entstehen kann.

Damit sind Herdwächter das einzige herkömmliche Sicherheitsgerät im Haushalt, das Brände tatsächlich verhindert.

Wenn man bedenkt, dass schon ein kleiner Brand Schäden von über 50.000 € verursachen kann, ist es kaum verwunderlich, dass die Herdwächter-Technologie als eine der wichtigsten Brandschutzinnovationen der Zukunft gilt. In Norwegen ist sie bereits Pflicht für alle Neubauten, ebenso in bestimmten Gebäudetypen in Finnland und Schweden. Weitere Länder dürften folgen.

Selbstständig bleiben im Alter

Jeder von uns kann durch ein klingelndes Telefon oder ein weinendes Kind abgelenkt werden. Doch für ältere Menschen kommen oft noch körperliche oder geistige Einschränkungen hinzu, die in der Küche besonders gefährlich werden können. Mit dem Alter werden wir alle vergesslicher. Sollte dann ein Feuer entstehen, fällt es vielen Senior/-innen schwer, schnell genug zu reagieren oder sich in Sicherheit zu bringen.

Gleichzeitig möchten wir alle möglichst lange selbstbestimmt leben. Das macht Herdwächter besonders wertvoll – ob zu Hause oder in betreuten Wohnformen. Für Senior/-innen mit anerkanntem Pflegegrad sind sie zudem über die Krankenversicherung förderfähig.

Ob gestresste Eltern, beschäftigte Berufstätige oder Ruheständler/-innen – Herdwächter sind eine der einfachsten Möglichkeiten, Ihr Zuhause sicher zu machen.